Transatlantische Beziehungen
Netzwerken für die Windenergie
Über Möglichkeiten der Zusammenarbeit berieten kürzlich in Bremerhaven rund 50 Vertreter der nordamerikanischen und deutschen Windenergiebranche. Im Mittelpunkt stand der Austausch über Entwicklungen der Windenergietechnik sowie die Marktentwicklung auf beiden Seiten des Atlantiks.
Bremerhaven (iwr-pressedienst) - Organisiert wurde das Treffen von der Deutsch-Kanadischen Industrie- und Handelskammer in Montreal und der
Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in Chicago gemeinsam mit der
Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB).
Die Veranstaltung fand im Rahmen der "Einkäuferreise Windenergie Kanada
& USA" vom 6. bis 11. Oktober in Bremerhaven statt. Sie wird mit Förderung
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und im
Auftrag von Germany Trade and Invest (GTAI) durchgeführt.
"Wir freuen uns sehr, die Gäste aus Nordamerika in Bremerhaven begrüßen
zu dürfen", sagte Jan Rispens, WAB-Geschäftsführer. Sowohl in den USA als
auch in Kanada gebe es ein enormes Wachstumspotenzial in der
Windenergiebranche, das die dort heimischen Unternehmen nicht alleine
bewältigen könnten.
Rispens: "Schlagkräftiges Netzwerk"
"Daraus ergeben sich gute Absatzchancen für
Unternehmen und Dienstleister, die Teil unserer regionalen
Windenergiecluster-Struktur sind. Diese Veranstaltung verdeutlicht, dass
wir in der Nordwest-Region ein schlagkräftiges Netzwerk aufgebaut haben,
das international gut wahrgenommen wird. Diesen Effekt wollen wir mit der
Clusterinitiative germanwind weiter verstärken."
Hinrich Eden, Geschäftsführer von SSC Montage und Teilnehmer an der
Veranstaltung, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Besuch in Bremerhaven:
"Für uns ist dieser Besuch hier sehr produktiv. Wir sehen mit unseren
Firmen der SSC Montage GmbH und der SSC Windenergy Service GmbH gute
Möglichkeiten für unsere Aktivitäten in und nach Nordamerika. Die
Clusterstruktur in unserer Region unterstützt uns als mittelständisches
Unternehmen dabei sehr."
Grundsätzlich, so erläuterte Bernadett Steiner, Projektmanagerin der
Deutsch-Amerikanischen Handelskammer, ermögliche die Einkäuferreise den
US-amerikanischen und kanadischen Unternehmen "einen direkten Kontakt mit
deutschen Firmenchefs".
Vom Aufbau der Ausblidung lernen
Sie vermittle zudem einen Eindruck davon, "welche
komplexen und hocheffizienten Anlagen und Dienstleistungen aus Deutschland
lieferbar" seien. "Die im Nordwesten vorhandenen Erfahrungen aus dem
Betrieb und der Herstellung von Windenergieanlegen sind Spitze, aber auch
beim Aufbau der Ausbildung können die US-amerikanischen und kanadischen
Teilnehmer profitieren", fügte Steiner hinzu. "Mit dem heutigen Abend
verfolgen wir das Ziel, langfristige Geschäftskontakte zwischen deutschen
und nordamerikanischen Unternehmen aufzubauen."
Im Anschluss an eine Besichtigung der Produktionsstätten, des
Windkanals der Deutschen WindGuard GmbH und der Offshore-Pilotanlagen in
Bremerhaven waren die Gäste aus Nordamerika gemeinsam mit deutschen
Branchenvertretern zum Netzwerken eingeladen. In kurzen Impulsvorträgen
stellten Susanne Ritter, Projektmanagerin der Deutsch-Kanadischen
Industrie- und Handelskammer in Montreal, die Fortschritte der Windenergie
in Nordamerika und Jan Rispens die Entwicklungen und Kompetenzen im
nordwestdeutschen Cluster germanwind vor.
Bei einem festlichen Buffet, das
von der Innovative Windpower AG und der Norddeutschen Seekabelwerke GmbH
gesponsert wurde, fanden sich die Teilnehmer zu intensiven Gesprächen
zusammen.
pm
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