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09.09.2010
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04.02.2010

joule-Kommentar zur Biogas-Jahrestagung

Potenziale jetzt nutzen

Die Auftragsbücher sind voll, die Stimmung bei den Firmen ist gut: 2010 wird wieder ein gutes Biogasjahr: So könnte das Fazit der 19. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas e.V. lauten, die von Dienstag bis Freitag dieser Woche in Leipzig stattfindet. Aber dies ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere Teil ist der: Am Horizont ziehen schon wieder Wolken auf.

Kommentar von joule-Redakteurin Edith Kahnt-Ralle
 
 
Wie so oft in jüngster Zeit, werden diese vom Gesetzgeber verursacht. Er will das EEG 2009 schon im nächsten Jahr wieder auf den Prüfstand stellen, um zu Beginn des Jahres 2012 die nächste Novelle des EEG auf den Markt zu bringen.
 
Warum diese Eile? Das EEG 2009 konnte in der Praxis noch gar nicht richtig greifen. Befürchtet die Politik, dass sie mit dem aktuellen Gesetz zu viele Verzerrungen in der landwirtschaftlichen Praxis auslöst? War die Novelle 2009 etwa dahingehend nicht gründlich genug vorbereitet worden? Wenn das so ist, sollte man bei der nächsten Novelle vorsichtiger vorgehen, und das braucht etwas Zeit, streng nach dem Motto: „Gut Ding will Weile haben“.
 

 
 
Und er läuft und läuft und....... - lesen Sie einen weiteren Artikel von joule- Redakteurin Edith Kahnt-Ralle zum Thema BHKW-Erfahrungen. 
 



 
Und ein Zweites: Wer große Hoffnungen in das vom Fachverband Biogas geforderte Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz (EGE), das auch für kleinere Biogasanlagen die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz rentabel machen soll, setzt, muss sich wahrscheinlich noch bis ins nächste Jahr gedulden: Keiner der Teilnehmer des gestrigen Podiums zum Thema Gaseinspeisung geht wirklich davon aus, dass ein solches Gesetz noch in diesem Jahr realisierbar ist – und sei es noch so notwendig.
 
Unbedingt nötig: Verlässlichkeit
 
Kurzum: Durch die Wolken am Horizont ist nicht leicht zu erkennen, wie die Zukunft für Biogaserzeuger aussehen wird. So verunsichert man erneut die Branche, die sich bereits 2008/2009, ausgelöst durch die lange Hängepartie der EEG-Novellierung, gesund geschrumpft hat. Auch die Betreiber, die ihre Anlagen jetzt planen oder effizienter machen müssen und wollen, hätten sicher nichts gegen ein wenig mehr Verlässlichkeit in der Politik einzuwenden.
 
Wie erfrischend sind da Anlagenbetreiber und Anlagenbauer, die neue Konzepte entwickeln und den Berufskollegen neue Wege aufzeigen, die die Potenziale von heute schon voll ausschöpfen und nicht auf bessere von morgen warten. Das solche Beispiele möglichst schnell Schule machen, ist der gesamten Branche in der aktuellen Situation zu wünschen.
 

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